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Gewässerschaden-Haftpflichtversicherung

  • Die Gewässerschadenhaftpflichtversicherung (GewSHV) ist nur dann nötig, wenn Sie als Hausbesitzer (Eigentümer) Öltanks auf Ihrem Grundstück haben. Dabei spielt es keine Rolle, ob sich diese Öltanks zunächst unterirdisch (Garten) oder oberirdisch (Keller) befinden.
  • Die GewSHV deckt Schäden an fremden Personen und/oder deren Eigentum (Ansprüche Dritter), und versichert Sie gegen alle begründeten Schäden die durch eine Öltankanlage verursacht werden. Zu diesen Schäden gehört auch das befüllen der Anlage, da nicht der Zulieferer, sondern Sie als Anlagenbetreiber für solche Schäden haften.
  • Die GewSHV prüft rechtlich für Sie, ob Schadenersatz geleistet werden muß. Dieser Prüfung kommt in der GewSHV eine besondere Bedeutung zu, da Sie bei einem Schaden nicht wie üblich bei Verschulden haften, sondern als Besitzer eines Öltanks, der Gefährdungshaftung (BGB § 822) unterliegen. Auch in der GewSHV führt der Versicherer ggf. für Sie den Rechtsstreit vor Gericht, um unbegründete Ansprüche für Sie abzuwehren.
  • Achten Sie auf möglichst hohe Deckungssummen, die Deckungssumme sollte mindestens 3 Mio. € für Personen- und Sachschäden betragen.

  Beispiel:

Sie besitzen ein ölbefeuertes Haus in einer Wohnsiedlung. Die gesamte Nachbarschaft heizt mit Gas. Bei einer Bodenprüfung werden in der näheren Umgebung Verunreinigungen des Erdreiches entdeckt. Der Verdacht fällt natürlich sofort auf den Besitzer des einzigen Erdtanks weit und breit, d.h. Sie müssen jetzt beweisen, daß das Öl nicht aus Ihrem Tank geflossen ist, sondern von einem Autofahrer „entsorgt“ wurde. Die Kosten der Beweisführung bzw. der Abwehr der in diesem Fall unberechtigten Ansprüche, ebenso wie berechtigte Ansprüche, gehen zu Ihren Lasten. Zum Glück besteht aber die Möglichkeit für Sie, dieses Risiko bei ClickVers zu einem geringen Preis zu versichern. Im Schadenfall übernimmt der Versicherer nicht nur die Zahlung der berechtigten Ansprüche, sondern auch die Kosten für ein eventuelles Gerichts- oder Beweisaufnahmeverfahren.Wertung: Für Besitzer von Öltanks ein absolutes „Muß“, weil die Schäden existenzbedrohende Ausmaße annehmen können.

Wer benötigt eine Gewässerschadenhaftpflichtversicherung ?

Tanks sind in vielen Wohnhäusern, einzelstehenden Bungalows und Reihenhäusern ebenso wie in Gewerbebetrieben oder Landwirtschaftsbetrieben zu finden.Daher empfiehlt sich die Gewässerschadenhaftpflichtversicherung für alle Eigentümer von Heizöltanks, die oberirdisch (Keller) oder unterirdisch im Gartengelände aufgestellt sind.

Hinweis: Auch stillgelegte Tanks können ein Gewässerschadenrisiko in sich bergen. Schauen Sie daher immer in der Historie des Hauses nach Altlasten oder genutzten Öltanks.

Defekte Grillanlagen oder Jauchegruben fallen ebenfalls unter die Gewässerschadenhaftpflichtversicherung.
Die Gewässerschadenhaftpflicht übernimmt die Prüfung der Ersatzpflicht und Bezahlung der berechtigten Ansprüche an die geschädigten Dritten auf Grundlage der gesetzlichen Haftpflichtbestimmungen.Wie alle Haftpflichtversicherungen übernimmt sie auch sämtliche Kosten, die zur Abwehr unberechtigter Schadenersatzansprüche entstehen.Außer dem Eigentümer sind auch die mit der Überwachung betrauten Personen (z. B. Verwalter) versichert.BeispielTritt Öl aus verrosteten Öltanks in das Erdreich, muß das gesamte Erdreich abgetragen und speziell entsorgt werden. Schnell können auf so auf unbemerkte Weise einige Tausend Liter Öl das umliegende Erdreich kontaminieren. Daher kann die Versicherungssumme nie hoch genug angesetzt werden, denn die Verunreinigung ist ein Schaden gegenüber Dritten, den der Gesetzgeber sehr nachhaltig verfolgt.
  1. Haftpflichtansprüche, die durch Kraftfahrzeuge verursacht wurden.
  2. Schäden an geliehenen, gemieteten und gepachteten Sachen.
  3. Schäden, die vom Versicherungsnehmer vorsätzlich verursacht wurden.
  4. Schäden am eigenen Haus oder Grundstück.
  5. Bußgelder, Geldstrafen.
  6. Sachschäden durch allmähliche Einwirkung von Staub, Dampf, Hitze, Kälte, Strahlungen etc.
  7. Schäden, die der Versicherungsnehmer oder im Vertrag mitversicherte Personen selbst erleiden.
Da laut Gesetz die Haftung ohne Einschränkungen und der Höhe nach unbegrenzt gilt, sollte die größtmögliche Versicherungssumme (in der Haftpflichtversicherung spricht man auch von Deckungssumme) gewählt werden.Zu empfehlen sind hier 3 Mio. €.

Hinweis: Bei einer Versicherungssumme von 3 Mio. € zahlt der Versicherer bis maximal 3 Mio. € pro Schadenfall.

  • Wird ein Ermittlungsverfahren eingeleitet, ein Strafbefehl oder ein Mahnbescheid erlassen, so muß uns dies ebenfalls unverzüglich mitgeteilt werden.
  • Wenn derjenige, der Ihnen einen Schaden anlastet, Ihnen gegenüber in schriftlicher oder mündlicher Form Ansprüche geltend macht, so müssen Sie uns dies innerhalb einer Woche nach der Erhebung des Anspruchs mitteilen.
  • Wenn der Geschädigte gerichtlich gegen Sie vorgeht, so müssen wir das ebenfalls nach spätestens einer Woche wissen.
  • Das gleiche gilt im Falle eines Arrestes, einer einstweiligen Verfügung oder eines Beweissicherungsverfahrens.
  • Natürlich erwartet Ihr Versicherer, daß Sie sich so verhalten, als wenn Sie keine Versicherung hätten und alles aus eigener Tasche zahlen müßten. Im Klartext: Sie müssen alles tun, was in Ihrer Macht steht, um den Schaden abzuwenden oder zumindest so gering wie möglich zu halten. Außerdem müssen Sie dabei helfen, die notwendigen Informationen zur Feststellung und Regulierung des Schadens zu beschaffen. Daß Sie dabei nicht lügen dürfen, ist selbstverständlich.
  • Kommt es zum Prozeß über den Haftpflichtanspruch, müssen Sie die Prozeßführung, die Bestellung eines Rechtsanwaltes und die Verhandlung über etwaige Vergleiche dem Versicherer überlassen.
  • Auf keinen Fall dürfen Sie auf eigene Faust irgendwelche Ansprüche anerkennen oder sogar vorab bezahlen. Wenn Sie es doch tun, kann Ihnen der Versicherer den Versicherungsschutz verwehren.
Sollte Ihnen ein Schaden bewusst geworden sein, melden Sie uns bitte den Versicherungsfall unverzüglich, spätestens innerhalb einer Woche. Bitte nutzen Sie dafür unsere online Schadenmeldung und beachten Sie die unten beschriebenen Obliegenheiten.Ein Schadensfall im Sinne dieses Vertrages ist auch ein Schadenereignis, das Haftpflichtansprüche gegen Sie oder eine mitversicherte Person zur Folge haben könnte.

Tipp: Erklären Sie im Schadenfall kein Schuldbekenntnis oder eine Abtretungserklärung. Die rechtliche Klärung eines Schadens regelt der Versicherer für Sie.

Eine Haftpflichtversicherung kann von beiden Parteien mit einer Frist von drei Monaten zum Ablauf eines Versicherungsjahres gekündigt werden. Außerdem können alle Verträge, die nach dem 29.07.94 abgeschlossen wurden, nach einer Beitragserhöhung gekündigt werden. Die Erhöhung durfte aber nicht auf Grund einer Vertragsverbesserung (z. B. Erhöhung der Deckungssummen) erfolgen.Eine weitere beidseitige Kündigungsmöglichkeit besteht innerhalb von vier Wochen nach Regulierung oder Ablehnung eines ersatzpflichtigen Schadens, entweder mit sofortiger Wirkung oder zum Ablauf des Versicherungsjahres.Üblich ist die Kündigung zum Ablauf des Jahres, weil dem Versicherer bei einer Kündigung ohnehin die restliche Prämie für das Versicherungsjahr zusteht.

Hinweis: Bestehen Sie bei Abschluß Ihrer Gewässerschaden- Haftpflichtversicherung auf einen 1-Jahresvertrag. So sind Sie nicht 5 Jahre an einen Versicherer gebunden und sind in Ihrer Versicherungswahl flexibler.

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